Kommentar zu Leihmutterschaft: Spahn schadet dem Vertrauen in den Rechtsstaat
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Kommentar zu Leihmutterschaft: Spahn schadet dem Vertrauen in den Rechtsstaat

Jens Spahn und sein Mann haben sich ihren Kinderwunsch mithilfe einer Leihmutter in den USA erfüllt. In Deutschland sind Leihmutterschaften verboten. Der Kommentar bewertet es als schwerwiegenden Fehler, dass der Unionsfraktionschef dieses Verbot umgangen hat.

Kritisiert wird vor allem, dass Spahn als Spitzenpolitiker eine Vorbildfunktion habe und das Embryonenschutzgesetz auch für ihn gelte. Wer sich im Ausland eine Leihmutter suche, handle gegen den Geist dieses Gesetzes. Das schade dem Vertrauen in den Rechtsstaat und sende das Signal, dass Regeln vor allem für Menschen mit Geld relativ seien.

Zugleich verweist der Kommentar auf die moralischen Fragen, die Leihmutterschaften aufwerfen. Sie könnten Frauen in wirtschaftlicher Notlage betreffen und den Körper einer Frau für die Elternschaft anderer instrumentalisieren. Wer das Verbot ändern wolle, müsse das offen sagen.

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