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Können wir die großen Seen der Erde retten?

Mehrere der größten Binnengewässer der Erde stehen unter Druck und könnten bis zum Ende des Jahrhunderts teilweise verschwinden. Betroffen wären auch Regionen, in denen etwa ein Viertel der Weltbevölkerung lebt. Während am Bodensee erfolgreiche Renaturierungen gelungen sind, bleibt die Lage an anderen Seen schwierig.

Besonders stark betroffen ist das Kaspische Meer, das seit den 1990er Jahren rapide schrumpft. Gründe sind Staudämme, das Wassermanagement im Einzugsgebiet der Wolga und der menschengemachte Klimawandel. Bis 2100 rechnen Modelle mit einem Pegelverlust von bis zu 21 Metern. Schon jetzt leiden Häfen, Fischbestände, Feuchtgebiete und Lebensräume der Kaspischen Robbe.

Auch der Aralsee hat durch Wasserumleitungen in der Sowjetzeit massiv an Fläche verloren. Der Bodensee konnte durch bessere Abwasserreinigung deutlich entlastet werden, bleibt aber durch Klimawandel und invasive Arten belastet. Am Muskegon Lake in den USA haben Sanierungen aus einem Industriegewässer wieder einen Erholungsraum gemacht. Der Tschadsee hat sich teilweise erholt, ist aber weiter eine Lebensader einer Krisenregion.

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