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Kenia: Politische Banden schüren Ängste vor den Wahlen

In Kenia wachsen vor den für den 10. August 2027 angesetzten Wahlen die Sorgen vor politischer Gewalt. Immer häufiger werden junge Männer als Schlägertrupps eingesetzt, um Gegner einzuschüchtern oder politische Veranstaltungen zu stören. Nach gewalttätigen Zwischenfällen bei Oppositionsversammlungen in Kisumu und Nyahururu berichten Menschen in Nairobi von einem deutlich schlechteren Sicherheitsgefühl.

Zuletzt kam es auch vor einer Veranstaltung der Oppositionsgruppe Linda Mwananchi zu Gewalt, bei der acht Journalisten angegriffen wurden. Bereits im Juni wurde ein Forum von Zivilgesellschaft und Kirche in der anglikanischen All Saints Cathedral in Nairobi gestört. Menschenrechts und Medienorganisationen verurteilten die Vorfälle.

Präsident William Ruto räumte die wachsende Präsenz politischer Banden ein und forderte hartes Vorgehen gegen die Schläger und ihre Hintermänner. Sicherheitsexperten und Ökonomen warnen, die Gewalt sei zunehmend organisiert und könnte mit politischer Unsicherheit und wirtschaftlicher Not die Demokratie gefährden. Die Kofi Annan Stiftung sieht Kenia im Vorfeld der Wahl 2027 einem hohen Risiko für Wahlgewalt ausgesetzt.

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