Kehrtwende in Berlin: Ist die Bitcoin Haltefrist gerettet?
Die geplante Abschaffung der einjährigen Haltefrist für Bitcoin und andere Kryptowährungen verzögert sich offenbar weiter. Nach Angaben von Frank Schäffler befindet sich das Vorhaben noch in der Ressortabstimmung und wird am Mittwoch nicht wie geplant im Bundeskabinett behandelt.
Bislang können Privatanleger Gewinne aus Bitcoin und anderen Kryptowährungen nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr steuerfrei realisieren. Das Bundesfinanzministerium will diese Regelung seit einiger Zeit abschaffen und entsprechende Gewinne unabhängig von der Haltedauer besteuern. Für vor 2027 erworbene Bestände ist im bisherigen Entwurf ein Bestandsschutz vorgesehen.
Gegen die Reform wächst der Widerstand. Mehr als 44.000 Menschen unterstützten eine Petition für den Erhalt der Haltefrist. Auch innerhalb der Union äußerten sich zuletzt mindestens zwölf Bundestagsabgeordnete kritisch. Frank Schäffler wertete die Verzögerung als Zeichen dafür, dass der Widerstand Wirkung zeigt.
