Jazzlegende Abdullah Ibrahim im Alter von 91 Jahren gestorben
Der weltberühmte Jazzpianist Abdullah Ibrahim ist im Alter von 91 Jahren im Chiemgau nahe München gestorben. Der Musiker prägte mit seiner Verbindung aus afrikanischen Traditionen und Jazzelementen Generationen und setzte sich zeitlebens gegen Rassismus ein.
Ibrahim wurde 1934 in Kapstadt als Adolph Johannes Brand geboren. Mit sieben Jahren begann er Klavier zu spielen, mit 15 stand er erstmals auf der Bühne. Bekannt wurde er zunächst als Dollar Brand und später als Gründer der Jazz Epistles, die afrikanische Rhythmen und Bebob verbanden.
Zu seinen bekanntesten Werken zählt Mannenberg, das als musikalisches Symbol des Anti Apartheid Kampfes galt. In den 1960er Jahren konvertierte Ibrahim zum Islam und ging ins Exil. 1994 spielte er bei der Amtseinführung von Nelson Mandela. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa würdigte ihn als internationale Ikone und Weltbürger.
