IWC: Wieder kein Schutzgebiet für den Wal im Südatlantik
Die Internationale Walfangkommission hat sich bei ihrer Konferenz im australischen Bundesstaat Tasmanien erneut nicht auf ein Schutzgebiet für Wale im Südatlantik einigen können. Der von Argentinien, Brasilien und Uruguay bereits Ende der 1990er Jahre eingebrachte Vorschlag verfehlte die nötige Dreiviertelmehrheit um vier Stimmen. Deutschland stimmte für das Vorhaben, während wichtige Unterstützer wie Finnland und Luxemburg fehlten.
Rund 300 Delegierte berieten in Hobart über den Zustand der weltweiten Walbestände und mögliche Schutzmaßnahmen. Einig wurden sie sich bei Strandungen von Walen, beim Umgang mit Kollisionen mit Schiffen und beim Schutz von Kleinwalen und Delfinen in Fischernetzen. Die beschlossenen Resolutionen sind rechtlich nicht bindend, können aber politischen Druck entfalten.
Die IWC wurde 1946 gegründet. Trotz des weltweiten Moratoriums für den kommerziellen Walfang halten Japan, Norwegen und Island an der Jagd fest. Kritik gab es auch an der Schweiz, die eine eigene Resolution zum Schutz von Delfinen und Kleinwalen zurückgezogen hatte.
