IW Studie: Verrentung der Babyboomer hinterlässt große Lücke im Arbeitsmarkt
Der Renteneintritt der Babyboomer wird den deutschen Arbeitsmarkt nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft stärker belasten als bisher angenommen. Demnach fehlt am Ende ein Potenzial von mehr als vier Millionen Arbeitskräften. Die Lücke fällt damit um etwa 1,3 Millionen größer aus als in einer früheren Prognose.
Als Grund nennt das Institut auch die veränderte Migrationspolitik der Bundesregierung. Der letzte Jahrgang der Babyboomer soll 2036 das Rentenalter erreichen. Zugleich schrumpfe die Bevölkerung schneller als erwartet. Für 2045 rechnet das IW nur noch mit etwa 81,1 Millionen Menschen in Deutschland.
Bislang habe Zuwanderung die Entwicklung ausgeglichen, doch die Zahl der Zuzüge sei deutlich gesunken. Das Institut verweist dabei auf die schwächere Wirtschaft und zunehmende Arbeitsmarktprobleme. Um die Folgen abzumildern, fordert das IW mehr Fachkräftezuwanderung, eine höhere Erwerbsbeteiligung und längere Arbeitszeiten pro Kopf sowie niedrigere Steuern und Sozialbeiträge.
