Iranisches Finanznetzwerk: Eine deutsche Bank im Visier Teherans
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Iranisches Finanznetzwerk: Eine deutsche Bank im Visier Teherans

Internationale Sanktionen gegen den Iran erschweren den Zahlungsverkehr. Nach Recherchen von Report Mainz und dem Spiegel soll deshalb ein Netzwerk aus Tarnfirmen versucht haben, eine Bank in Bayern zu übernehmen. Im Mittelpunkt steht die TEN31 Bank in Ottobrunn bei München, die bislang vor allem Dienstleistungen für die Wohnungswirtschaft anbietet.

Nach internen Schreiben der Bankenaufsicht Bafin liefen über ein einzelnes Konto der Bank binnen zehn Monaten 147 Millionen Euro, ein großer Teil davon von regimenahen Firmen. Demnach machten Zahlungen mit mutmaßlichem Iran Bezug mehr als die Hälfte der Bilanzsumme aus. Die Unterlagen legen nahe, dass der Erwerb von Mehrheitsanteilen an der Bank im Auftrag der iranischen Bank Shahr geplant und ausgeführt wurde.

Die Bafin stoppte den Verkauf der Bankanteile und entzog den Beteiligten die Stimmrechte. Inzwischen gebe es einen neuen Kaufversuch über eine kleine Schweizer Firma mit Sitz im Kanton Zug. Die TEN31 räumt Mängel in der Geldwäscheprävention ein, die inzwischen behoben worden seien.

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