Iran im Krieg: Stabilität trotz massivem Druck?
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Iran im Krieg: Stabilität trotz massivem Druck?

Seit dem Krieg im Iran hat sich nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Mohammad Ghaedi an den grundlegenden Machtstrukturen der Islamischen Republik wenig verändert. Zwar seien einzelne Führungspersonen ersetzt worden, Institutionen und Strukturen blieben aber erhalten. Zugleich sieht Ghaedi weiter eine Legitimäts, Effizienz und Verteilungskrise, die wieder stärker sichtbar werden könnte, wenn Sicherheitsfragen in den Hintergrund treten.

Der Krieg begann am 28. Februar 2026 mit Luftangriffen der USA und Israels auf militärische und strategische Ziele im Iran. Der Iran reagierte mit Raketen und Drohnen gegen Israel, US Militärstützpunkte und andere Ziele in der Region und schloss die Straße von Hormus. Seit dem 8. April gilt ein fragiler Waffenstillstand, der immer wieder verletzt wird.

Im Land versammeln sich seit mehr als drei Monaten Anhänger des Systems, während viele Menschen wegen der Proteste im Januar, der Bombardierungen und der anhaltenden Repression frustriert sind. Gleichzeitig verschärfen Krieg und Sanktionen die wirtschaftliche Lage. Die Inflation liegt bei über 50 Prozent, Zehntausende Arbeitsplätze sind verloren gegangen, und nach Angaben von Amnesty International wurden bis Ende Mai mehr als 6000 Menschen festgenommen.

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