Infektiosität von Amyloid Beta: Kann eine Bluttransfusion Alzheimer auslösen?
Forschende können derzeit nicht ausschließen, dass über Bluttransfusionen schädliche Proteine übertragen werden, die mit Alzheimer in Verbindung stehen. Im Zentrum stehen Amyloid Beta Proteine, die auch bei einer Form der Demenz und bei zerebraler Amyloidangiopathie eine Rolle spielen, einer Erkrankung, die Hirnblutungen und Schlaganfälle auslösen kann.
Das Team um John Collinge vom University College London verweist in The Lancet auf frühere Studien, darunter eine große skandinavische Untersuchung von 2023. Diese hatte Hinweise darauf geliefert, dass Menschen, die Blut von Spendern erhielten, bei denen später multiple Hirnblutungen festgestellt wurden, selbst ein erhöhtes Risiko für Hirnblutungen hatten.
Die Forschenden betonen, Bluttransfusionen seien wichtig und retteten viele Leben. Zugleich sei es notwendig, mögliche Risiken gründlich zu prüfen. Ein kausaler Zusammenhang zwischen Bluttransfusionen und Alzheimer sei mit den bisherigen Ergebnissen zwar nicht belegt, die Hinweise sprächen aber für weitere Forschung zur Infektiosität von Amyloid Beta Proteinen.
