Indische Opferfamilie fordert Gerechtigkeit nach US Angriff
Die Familie des indischen Seemanns Shivanand Chaurasia fordert nach seinem Tod bei einem US Angriff auf den Tanker MT Settebello Gerechtigkeit und Entschädigung. Chaurasia kam am 9. Juni im Golf von Oman ums Leben, drei indische Seeleute starben bei dem Angriff, 21 weitere indische Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.
Die US Regierung erklärte, der Tanker habe iranisches Öl geladen und wiederholt Warnungen erhalten. Der Schiffsmanager weist das zurück und sagt, das Schiff habe keine Verbindung zum Iran gehabt und sei nicht gewarnt worden. Chaurasias Witwe Sushila Devi wirft den USA vor, ihren Mann getötet zu haben, und kritisiert das Schweigen von Indiens Regierung.
Die Familie lebt in Uttar Pradesh und hatte für Chaurasias Ausbildung Geld aufgebracht, indem sie Land verkaufte und einen Kredit aufnahm. Auch die Seeleutegewerkschaft sieht ein ernstes Problem und verweist auf zahlreiche Anrufe von betroffenen Seeleuten und Angehörigen. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation startete eine Evakuierungsaktion für mehr als 11.000 Seeleute und Hunderte Schiffe in der Straße von Hormus.
