Indien geht mit großem Aufgebot gegen Kakerlaken Protest vor
In Indien hat die Regierung mit einem großen Sicherheitsaufgebot neue Proteste der sogenannten Kakerlaken Bewegung gegen die Überarbeitung der Wählerverzeichnisse verhindern wollen. In Neu Delhi wurden am Freitag mehr als 25.000 Polizisten und paramilitärische Kräfte mobilisiert, an wichtigen Kreuzungen standen Metallbarrikaden.
Zudem wurde ein zentraler Park für zwei Tage geschlossen. Die Kakerlaken Partei hatte ihre Anhänger aufgerufen, sich dort zu versammeln. Eine geplante Demonstration, bei der Teilnehmer die indische Nationalflagge tragen sollten, wurde nach Medienberichten von der Polizei untersagt. Verstöße gegen die Anordnungen sollen rechtliche Folgen haben.
Hintergrund der Proteste ist der Streit um die Überprüfung der Wählerverzeichnisse. Opposition und Protestbewegung werfen der Regierung vor, dass dadurch Millionen Menschen ihr Wahlrecht verlieren könnten. Medienberichten zufolge wurden bereits mehr als 133 Millionen Namen aus den Listen gestrichen. Auch die katholische Kirche stellte sich hinter die Forderung, keinem rechtmäßigen Wähler dürfe das Wahlrecht entzogen werden.
