Illegale Spenden aus der Schweiz: Hat Weidel nicht die ganze Wahrheit gesagt?
Neue vorliegende E Mails werfen ein neues Licht auf die frühere Rolle von Alice Weidel in der AfD Spendenaffäre. Nach Recherchen von NDR, WDR und SZ deuten die Dokumente darauf hin, dass Weidel früher und stärker in die umstrittenen Geldflüsse eingebunden gewesen sein könnte, als sie damals angegeben hatte.
Im Sommer 2017 gingen 132000 Euro in 18 Tranchen auf einem Wahlkampfkonto im Kreisverband der damaligen Spitzenkandidatin ein. Die Zahlungen stammten angeblich von einer Schweizer Pharmafirma, wurden aber später als illegale Parteispende eingestuft. In den jetzt ausgewerteten Mails heißt es unter anderem, Spenden seien avisiert worden und ein Konto solle regelmäßig auf Eingänge geprüft werden. Kurz darauf begann die Überweisungsserie mit dem Verwendungszweck Wahlkampfspende Alice Weidel Social Media.
Weidel hatte 2018 erklärt, erst Wochen später von den Spenden erfahren zu haben. Ihr Sprecher teilte nun mit, sie habe ihre Aussagen in der Causa nicht revidiert. Das Verfahren gegen Weidel und weitere Beschuldigte war 2021 eingestellt worden. Die AfD musste damals knapp 400000 Euro Strafe zahlen.
