IG Metall macht mobil gegen Stellenabbau in der Autoindustrie
Angesichts der Krise in der Autoindustrie hat die IG Metall zu einem bundesweiten Aktionstag aufgerufen und mangelnde industriepolitische Rahmenbedingungen für die Autohersteller in Deutschland und Europa kritisiert. Gewerkschaftschefin Christiane Benner forderte Politik und Unternehmen zum Handeln auf. Im Volkswagen Stammwerk in Wolfsburg verlangte sie mehr Verantwortung für Beschäftigte und Standorte und betonte, es brenne derzeit überall.
Benner forderte von der Politik verlässliche Bedingungen für Investitionen, bezahlbare Energie, den Ausbau eines Made in EU Ansatzes sowie Schutz vor unfairem Wettbewerb. Außerdem verlangte sie Finanzhilfen für Zulieferer im Umbau und die Beibehaltung der Altersteilzeit Regelungen. Der IG Metall Bezirk Berlin Brandenburg Sachsen kritisierte bei einer Kundgebung in Chemnitz zudem, die Autoindustrie habe Entwicklungen bei E Mobilität, Digitalisierung und Batterietechnik verschlafen.
In Zwickau war eine Großkundgebung mit mehreren Tausend Teilnehmern geplant. Dort ist die Zukunft der VW Autofabrik mit rund 8000 Beschäftigten unklar. Bundesweit rief die IG Metall zu Aktionen an mehr als 200 Orten auf, erwartet wurden mehr als 100000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
