Hunderte Kadaver in Argentinien: Forscher glauben, das Rätsel um das Walsterben gelöst zu haben
Vor der Küste Patagoniens werden seit Wochen tote Jungwale an die Strände gespült. Argentinische Forscher vermuten als Auslöser eine bakterielle Hautinfektion, schließen menschliche Einflüsse aber nicht vollständig aus.
Der Meeresbiologe Mariano Coscarella vom Forschungsinstitut Conicet nannte als wahrscheinliche Ursache Wundrose, medizinisch Erysipel. Tierärzte hätten dies bei den Walkälbern festgestellt. Die Infektion kann Schmerzen und Fieber auslösen. In dieser Saison sei die Sterblichkeitsrate besonders hoch.
Auch in dieser Woche wurden wieder dutzende tote Jungtiere des Südlichen Glattwals in der südargentinischen Provinz Chubut angespült. Bereits im Juni waren Forscher alarmiert worden. Die Regionalregierung arbeitet nach eigenen Angaben mit Wissenschaftlern zusammen. Puerto Madryn und die Halbinsel Valdés gelten als wichtiges Fortpflanzungsgebiet der Art.
