Hormus Diplomatie verändert die Risikoprämie im Goldmarkt
Die Spannungen im Nahen Osten wirken sich derzeit anders auf den Goldmarkt aus als in früheren Krisenphasen. Hoffnungen auf neue Gespräche zwischen Washington und Teheran sowie Signale zur Straße von Hormus haben den Ölpreis gedrückt und damit einen Teil der unmittelbaren Krisenprämie verringert. Gleichzeitig bleibt der Konflikt ein Faktor für höhere Energie und Transportkosten, die die Inflation stützen.
Für Gold entsteht daraus ein widersprüchliches Bild. Zwar könnte eine neue Eskalation die Nachfrage nach sicheren Anlagen steigern, derzeit überwiegt aber der Einfluss einer strafferen US Geldpolitik. Die Federal Reserve hatte zuletzt den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben und weitere Zinsschritte nicht ausgeschlossen. Am Dienstag gaben die Goldpreise leicht nach. Der Spotpreis lag bei 4.332,34 US Dollar je Feinunze, US Goldfutures bei 4.370,40 US Dollar.
