Hausaufgaben sinnvoll oder nicht?
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Hausaufgaben sinnvoll oder nicht?

Hausaufgaben sorgen in vielen Familien immer wieder für Streit, etwa bei Vokabeln, Matheübungen oder Recherchen. Der Gymnasiallehrer, Podcaster und Buchautor Bob Blume hält sie für sinnlos, wenn Lehrkräfte ihre Entstehung nicht mitbekommen. Mit Blick auf Künstliche Intelligenz werde dieses Problem noch deutlicher, weil Aufgaben in Sekundenschnelle von KI Modellen erledigt werden könnten.

Blume spricht sich dafür aus, eigenständiges Arbeiten und Lernen stärker in die Schule zu verlagern, damit der Lernprozess von Lehrkräften begleitet wird. Nach Daten der Jugendmedienstudie JIM nutzen drei Viertel der befragten Jugendlichen KI Anwendungen regelmäßig für Hausaufgaben oder zum Lernen.

Auch die Forschung sieht Hausaufgaben kritisch. In Nordrhein Westfalen sind für Erstklässler bis zu 30 Minuten am Tag vorgesehen, in der fünften Klasse 60 Minuten und in Klasse zehn 75 Minuten. Der frühere Grundschullehrer und Lernberater Detlef Träbert verweist auf Studien, nach denen Hausaufgaben beim Lernen eher schaden können. Schulforscherin Nina Kolleck sagt, Hausaufgaben bewirkten oft wenig und verstärkten soziale Ungleichheiten.

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