Gold nutzt die Krisenlogik zu seinen Gunsten
Die Aussicht auf eine Feuerpause zwischen den USA und Iran hat den Goldpreis deutlich über 4.000 US Dollar steigen lassen. Am Dienstag notierte der Spotpreis bei 4.077,09 US Dollar je Feinunze, der August Future lag bei 4.080,20 US Dollar.
Anleger reagierten damit vor allem auf die mögliche Entspannung am Ölmarkt und die damit verbundenen Folgen für die Inflation. Sinkt der Energiepreisdruck, könnte die Erwartung weiterer Zinserhöhungen in den USA nachlassen, was Gold stützt. Zwar lag die Wahrscheinlichkeit für eine US Zinserhöhung im September weiter bei rund 68 Prozent, doch die zuletzt deutlich aggressiveren Straffungserwartungen verloren etwas an Kraft.
Technisch rückte Gold damit wieder näher an den Bereich von 4.080 bis 4.100 US Dollar. Dort dürfte sich zeigen, ob die Erholung Bestand hat oder ob es zu Gewinnmitnahmen kommt. Unter 4.040 US Dollar würde der Ausbruch wieder infrage stehen.
