Giftige Rauchwolken durch Waldbrände in Indonesien erreichen auch Nachbarländer
Indonesien kämpft weiter mit schweren Bränden, die weite Wald und Torfgebiete verwüstet haben. Nach Einschätzung von Experten sind es die stärksten Feuer seit Beginn vergleichbarer Aufzeichnungen vor 40 Jahren. Zehntausende Helfer sind im Einsatz, um die Brände zu löschen. Der giftige Rauch zieht auch nach Singapur, Malaysia und Osttimor.
Bei einem Waldbrand in einem Nationalpark auf der Insel Java kamen vier Menschen ums Leben. Die Einsatzkräfte waren bei den Löscharbeiten von dichtem Rauch und Flammen eingeschlossen worden. Die Behörden prüfen nun, ob Fahrlässigkeit oder strafbares Verhalten zu den Todesfällen beigetragen haben könnte. Die Rettung wurde zusätzlich dadurch erschwert, dass der Brandort in einer abgelegenen Gebirgsregion lag und nur zu Fuß erreichbar war.
Die Lage verschärft sich auch durch Brandrodungen auf Sumatra und im indonesischen Teil von Borneo. Auf Sumatra zerstörten die Feuer knapp 300 Häuser und zwangen etwa tausend Menschen zur Evakuierung. In Malaysia wurden wegen der schlechteren Luftqualität Hunderte Schulen geschlossen.
