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Gewalt in deutschen Zügen nimmt zu

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter hat das Landgericht Zweibrücken den Angeklagten wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu zehn Jahren Haft verurteilt. Bei einer Fahrscheinkontrolle in einem Regionalzug in Rheinland Pfalz hatte der 24 Jahre alte Mann den 36 Jahre alten Schaffner Serkan Calar mit Fäusten gegen den Kopf geschlagen. Der Zugbegleiter starb zwei Tage später im Krankenhaus an einer Hirnblutung.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Familie des Opfers hält die Strafe für zu niedrig und will eine Prüfung durch den Bundesgerichtshof erreichen. Ein Anwalt der Familie forderte ein klares Signal gegen die zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr.

Neue Zahlen des Bundesinnenministeriums zeigen zugleich, dass Bedrohungen und Angriffe gegen Bahnmitarbeitende und Personal der Bundespolizei in Deutschland zugenommen haben. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden 1630 Bahn Beschäftigte und 4672 Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei Opfer von Straftaten. Die Deutsche Bahn setzt deshalb stärker auf Bodycams, zusätzliche Sicherheitskräfte und einen Hilferufknopf für Beschäftigte in Gefahrensituationen.

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