Gemeinsame Risiken: Warum Europa auf den Indopazifik schaut
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Gemeinsame Risiken: Warum Europa auf den Indopazifik schaut

Europa richtet seinen Blick stärker auf den Indopazifik, weil dort und auch in Europa ähnliche sicherheitspolitische Risiken zunehmen. Im Zentrum steht der Schutz von Unterseekabeln und anderer kritischer Infrastruktur, die den globalen Datenverkehr, die Kommunikation und große Teile der Weltwirtschaft trägt. Australien, Großbritannien und die USA kündigten dafür unbemannte Systeme zum Schutz der Infrastruktur an.

Experten verweisen auf eine neue Sicherheitslage, in der Europa und Ostasien enger zusammenrücken. China weitet seine militärische Expansion aus, zugleich nehmen Vorfälle in der Taiwanstraße zu. Dort wurden 2025 mehrfach Unterseekabel beschädigt, in einem Fall wurde ein Frachtschiff von der taiwanischen Küstenwache festgesetzt. Der Kapitän wurde zu drei Jahren Haft verurteilt.

Für Sicherheitsexperten sind solche Vorfälle Beispiele für Operationen in der Grauzone unterhalb eines offenen Konflikts. Zugleich wächst in Europa die Sorge, dass die USA als verlässlicher Sicherheitsgarant an Bindekraft verlieren. Auch die Rüstungsindustrie verbindet beide Regionen inzwischen stärker, etwa durch Lieferbeziehungen mit Südkorea.

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