GEMA Reform 2026: Streit um Ausschüttung und Kulturförderung
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GEMA Reform 2026: Streit um Ausschüttung und Kulturförderung

Die GEMA will ihre Ausschüttung an Mitglieder neu ordnen und die Gewichtung stärker auf die Aufführung von Musik statt auf die Komposition legen. Die Reform wurde Anfang Mai 2026 mit Zweidrittelmehrheit beschlossen, stößt aber weiterhin auf deutliche Kritik. Im Zentrum steht der Streit um die bisherige Trennung zwischen E Musik und U Musik, die künftig durch neue Kategorien ersetzt werden soll.

Kritikerinnen und Kritiker, darunter Rektorinnen und Rektoren deutscher Musikhochschulen sowie die Akademie der Künste, sehen das Solidarprinzip und die Förderung zeitgenössischer klassischer Musik gefährdet. Sie befürchten eine stärkere Orientierung an kommerzieller Verwertbarkeit und weniger an künstlerischer Entwicklung. Befürworter halten die Reform dagegen für überfällig und verweisen auf ein ihrer Ansicht nach strukturelles Ungleichgewicht in der bisherigen Verteilung.

Die GEMA vertritt die Rechte von mehr als 100000 Komponistinnen, Textdichtern und Musikverlagen und schüttet jährlich über eine Milliarde Euro aus. Parallel steht die Branche durch KI generierte Musik unter Druck. Laut einer Studie könnten dadurch die Einnahmen der GEMA in den kommenden fünf Jahren deutlich sinken.

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