Fünf Mal mehr als bestellt: Was Werke für PV und Seewind liefern könnten
Die weltweiten Lieferungen von Anlagentechnik für Batteriespeicher, Wind und Solaranlagen sowie zugehöriger Netzausrüstung sind 2025 trotz Handelsbeschränkungen und Gegenwind für die Energiewende um ein Prozent gestiegen. Nach Angaben von Bloomberg New Energy Finance wurden Produkte der sauberen Energien im Wert von 479 Milliarden Dollar über internationale Grenzen hinweg verschifft oder an Abnehmer geliefert.
Damit drehte sich der Rückgang des Vorjahres um. 2024 waren die entsprechenden Exporte im Vergleich zu 2023 noch um sieben Prozent gesunken. Besonders stark wächst die Nachfrage in einigen Ländern, die ihre Abhängigkeit von fossilen Energiequellen verringern wollen. Pakistan steigerte bereits 2022 die Importe von Solarmodulen deutlich und erreichte 2025 bei kleinen Photovoltaikanlagen neue Erzeugungskapazitäten von 18,9 Gigawatt.
Gleichzeitig bleiben Überkapazitäten ein zentrales Problem. Vor allem chinesische Produktionsanlagen, aber auch neue Kapazitäten in Südostasien, Indien, der Türkei, Ägypten und Äthiopien sorgen nach Einschätzung der Analysten für ein weltweites Überangebot. Bei Offshore Windanlagen könnten die Werke bereits weit mehr als das Fünffache des aktuellen Ausbaus liefern, auch bei Photovoltaikmodulen liegen die Kapazitäten über 200 Prozent.
