Freileitung statt Erdkabel? Energiewirtschaft drängt auf klare Regeln beim Netzausbau
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Freileitung statt Erdkabel? Energiewirtschaft drängt auf klare Regeln beim Netzausbau

Mehrere Akteure aus Energiewirtschaft und Industrie fordern eine konsequente Umsetzung des Freileitungsvorrangs beim Bau neuer Gleichstromleitungen. In einem offenen Brief an die Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen von CDU, CSU, SPD, Bündnis 90, die Grünen und Die Linke verlangen sie, die im Entwurf zur Novelle des Bundesbedarfsplangesetzes vorgesehenen Ausnahmen zu streichen.

Die Unterzeichner begrüßen den Kurs der Bundesregierung grundsätzlich, sehen aber Risiken bei Mischlösungen aus Freileitung und Erdkabel innerhalb eines Projekts. Solche hybriden Modelle würden aus ihrer Sicht Planungs und Genehmigungsaufwand erhöhen und den Netzausbau verzögern. Werner Götz von TransnetBW sagte, eine Kombination beider Varianten sei weder bei Planung und Genehmigung noch bei Bau und Betrieb sinnvoll.

Als Argument für Freileitungen nennen die Verbände und Unternehmen niedrigere Investitionskosten, eine schnellere Umsetzung und Vorteile im Betrieb. Zugleich warnen sie vor steigenden Netzkosten und verweisen auf die Belastung energieintensiver Unternehmen. Über die Gesetzesnovelle berät der Bundestag in dieser Woche.

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