Frankreichs Schuldenkrise: Droht eine neue Eurokrise?
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Frankreichs Schuldenkrise: Droht eine neue Eurokrise?

Frankreich gerät an den Finanzmärkten zunehmend unter Druck. Der Risikoaufschlag französischer Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen ist auf rund 1,6 Prozentpunkte gestiegen und liegt damit auf dem höchsten Stand seit 15 Jahren. Auch zehnjährige französische Staatsanleihen rentierten in dieser Woche zeitweise mit mehr als fünf Prozent, erstmals seit 2002.

Belastend wirken die weiter steigende Staatsverschuldung und die politische Krise in Paris, die einen Sparkurs erschwert. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds dürfte die französische Schuldenquote 2026 auf 118,5 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen. Für dieses Jahr erwartet der IWF ein Haushaltsdefizit von etwa 5,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Eine Ansteckung anderer Euroländer halten Experten derzeit aber nicht für wahrscheinlich. Zwar könnte die EZB mit dem Kriseninstrument TPI Staatsanleihen kaufen, doch eine solche Unterstützung gilt für Frankreich derzeit als unwahrscheinlich. Stattdessen müsse Paris das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen.

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