Frankreichs Schulden eskalieren: Bitcoin als Rettungsboot?
Frankreichs zehnjährige Staatsanleihen sind erstmals seit 2002 auf eine Rendite von mehr als fünf Prozent gestiegen. Damit muss die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone so hohe Zinsen bieten wie seit 24 Jahren nicht mehr. Die angespannte Haushaltslage und politische Unsicherheiten verstärken die Sorgen vor einer weiteren Zuspitzung.
Der Risikoaufschlag gegenüber vergleichbaren deutschen Bundesanleihen liegt inzwischen bei 157 Basispunkten und nähert sich einem Niveau aus der europäischen Schuldenkrise 2011. Anleger zweifeln zunehmend an der Stabilität der französischen Staatsfinanzen. Hintergrund ist eine hohe Staatsverschuldung, die bald auf mehr als 120 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen könnte, sowie ein Haushaltsdefizit von mindestens fünf Prozent trotz geplanter Sparmaßnahmen.
Im Zusammenhang mit der Schuldenkrise wird auch Bitcoin erwähnt. In früheren Krisen, etwa in Zypern 2013, hatte die Kryptowährung in unsicheren Zeiten an Aufmerksamkeit gewonnen. Sollte sich die Lage in Frankreich auf weitere europäische Banken ausweiten, könnten Investoren allerdings auch gezwungen sein, Bitcoin zu verkaufen, um Verluste auszugleichen oder Liquidität zu beschaffen.
