Frankreich: Mehr als 150 Festnahmen kurz nach Protestbeginn
In Frankreich hat die Polizei kurz nach Beginn landesweiter Proteste bereits 166 Menschen festgenommen. Die Demonstrierenden gingen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände an Schulen auf die Straße. In Paris, Lyon und Straßburg setzte die Polizei Tränengas und Schlagstöcke ein, in Marseille versuchten Protestierende nach Angaben der Behörden, in eine Polizeiwache einzudringen, und plünderten Geschäfte.
Rund 100 Festnahmen gab es in Paris, weil Menschen Waffen und andere verbotene Gegenstände mit sich führten. Zudem griffen etwa hundert Demonstrierende den Sitz des Senders CNews an. 21 Menschen wurden festgenommen, weil sie Gegenstände auf Fenster des Gebäudes warfen. Für Teile der Stadt galt zuvor ein Demonstrationsverbot. Am Mittag meldete das Innenministerium 140 Protestaktionen mit 32.800 Beteiligten. Präsident Emmanuel Macron rief am Vorabend zu friedlichen Protesten auf.
