Förderung freiwilliger Ausreise: Nur jeder zweite Ausreisepflichtige nimmt Geld vom Bund
Nur etwa jeder zweite Ausreisepflichtige hat zuletzt Bundesmittel für die freiwillige Ausreise aus Deutschland genutzt. In den ersten sechs Monaten des Jahres reisten 17.892 Ausländer aus, die sich dafür eine Grenzübertrittsbescheinigung ausstellen ließen. Fördermittel erhielten im selben Zeitraum 9.276 Menschen.
Die Zahl der Abschiebungen ging in der ersten Jahreshälfte um 18,2 Prozent auf 9.663 zurück. Als ein Grund gilt, dass seit Anfang 2025 deutlich weniger Menschen in Deutschland Asyl beantragen. Für Abschiebungen sind vor allem die Ausländerbehörden der Länder zuständig, die Bundespolizei unterstützt sie dabei.
Zur Jahresmitte lebten in Deutschland knapp 259.000 Ausreisepflichtige, von denen 77 Prozent eine Duldung hatten. Etwas mehr als 60 Prozent waren abgelehnte Asylbewerber. Häufig scheitern Abschiebungen, wenn Betroffene nicht gefunden werden, außerdem können rechtliche oder gesundheitliche Gründe eine Rolle spielen.
