FAQ: So soll der Wohnungsbau vorankommen
Das Bundeskabinett hat eine Neufassung des Baugesetzbuchs beschlossen, die den Wohnungsbau beschleunigen soll. Der Entwurf geht nun ins Parlament und soll nach Angaben von Bundesbauministerin Verena Hubertz möglichst zu Jahresbeginn 2027 in Kraft treten.
2025 wurden in Deutschland so wenige Wohnungen fertiggestellt wie seit mehr als zehn Jahren nicht. Das Statistische Bundesamt meldete 206600 Einheiten, ein Rückgang um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hubertz sprach von einem Arbeitsauftrag und verwies darauf, dass die Baugesetzgebung ein zentraler Hebel sei, um Planungen schneller, digitaler und flexibler zu machen.
Vorgesehen ist, die kommunale Planung zu beschleunigen und Bebauungsverfahren zu verkürzen. Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt sollen ein überragendes öffentliches Interesse für den Wohnungsbau erklären können. Auch die Umweltprüfung und die Bürgerbeteiligung sollen gestrafft werden. Für sogenannte Schrottimmobilien sollen Städte und Gemeinden leichter vorgehen können. Einige Verbände begrüßten die Pläne, andere äußerten Kritik an den vorgesehenen Erleichterungen.
