Expertin über den Film Whalefall: Kann man im Magen eines Pottwals überleben?
Die Meeresbiologin Lisa Klemens vom Deutschen Meeresmuseum hält die Handlung des Films „Whalefall“ für biologisch kaum plausibel. Ein Mensch sei wissenschaftlich noch nie im Magen eines wild lebenden Wals dokumentiert worden, sagte sie. Auch die Darstellung, dass ein Taucher von einem Pottwal verschluckt wird und im Bauch des Tiers überlebt, widerspreche aus ihrer Sicht der Realität.
Klemens erklärt, Pottwale ernährten sich überwiegend von Kalmaren und Tintenfischen. Zwar könnten sie beim Jagen sehr schnell werden, doch ihr Sonar lasse sie Objekte im Wasser früh erkennen. Ein Zusammenstoß mit einem Taucher wie im Film sei daher unwahrscheinlich. Auch das Innere eines Wals sei kein freier Hohlraum, sondern ein stark arbeitender Verdauungsraum, in dem ein Mensch mit Ausrüstung nicht überleben könne. Dennoch findet Klemens die visuelle Darstellung des Pottwals gelungen und begrüßt, dass der Film Aufmerksamkeit auf das Thema lenkt.
