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Europol spürt Online Netzwerke von Vergewaltigern auf

Internationale Ermittler sind erstmals gezielt gegen Online Netzwerke von Männern vorgegangen, die Frauen betäuben und sexuell missbrauchen. Im Juni identifizierten sie 156 mutmaßliche Opfer und Täter und gewannen 274 neue Ermittlungsansätze, wie Europol mitteilte.

An dem Projekt Medusa waren neun Staaten beteiligt, darunter Deutschland mit dem Bundeskriminalamt und dem Hamburger Landeskriminalamt. Auch Großbritannien, Frankreich, Spanien, die Niederlande, Ungarn, die USA, Kanada und Brasilien machten mit.

Nach Erkenntnissen von Europol stammen die Täter oft aus dem sozialen Nahbereich der Opfer. Häufig handele es sich um eigene Partnerinnen, die mit einer Mischung aus Medikamenten und Alkohol handlungsunfähig gemacht würden. Die Aufnahmen der Taten würden auf Pornoplattformen und in Chatgruppen geteilt, wo sich die Täter auch über Betäubungsmittel und deren Beschaffung austauschten.

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