EU und China: Handel zwischen Abhängigkeit und Rivalität
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EU und China: Handel zwischen Abhängigkeit und Rivalität

Vor 50 Jahren nahmen die EU und das sozialistische China diplomatische Beziehungen auf. Damals standen vor allem wirtschaftliche Interessen im Vordergrund, heute ist das Handelsvolumen zwischen beiden Seiten auf 800 Milliarden Dollar gestiegen und liegt damit fast auf dem Niveau des EU Handels mit den USA.

Gleichzeitig hat sich das Verhältnis verschärft. China dringt in zentrale europäische Branchen wie Automobilbau, Solarenergie und Pharmaindustrie vor, während die EU das Land wegen Menschenrechtsverletzungen, der Haltung zu Taiwan und der Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine kritisiert. Hinzu kommen Vorwürfe möglicher Spionage, Sicherheitsbedenken bei Huawei und ZTE sowie Streit über chinesische Billigimporte wie über die Plattform Temu.

Auch wirtschaftspolitisch wächst der Druck. Die EU hat seit Oktober 2024 Strafzölle auf chinesische Elektroautos von bis zu 35 Prozent für fünf Jahre eingeführt. Zugleich sucht Brüssel wegen des Handelsstreits mit den USA stärker die Nähe zu Peking. Ursula von der Leyen setzt dabei auf ein sogenanntes De Risking, also auf die Verringerung von Risiken statt einer Abkopplung.

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