EU Kommission kritisiert Jugendschutz bei TikTok, Strafen drohen
Die EU Kommission wirft TikTok vor, Minderjährige unzureichend zu schützen. Nach vorläufigen Ermittlungen sieht die Behörde das Risiko, dass fremde Nutzer öffentliche Konten von Kindern und Jugendlichen einsehen und sie mit missbräuchlichen Absichten kontaktieren können. Außerdem kritisiert Brüssel, dass Inhalte von Minderjährigen dauerhaft online bleiben und ihnen bis ins Erwachsenenalter folgen können.
TikTok soll seine Einstellungen nach Wunsch der Kommission so ändern, dass Inhalte von Kindern und Jugendlichen standardmäßig nur für bestätigte Follower sichtbar sind. Zudem fordert die Behörde, dass Beiträge von Jugendlichen nicht länger anderen Nutzern empfohlen werden. Sollte sich der Verdacht bestätigen und TikTok nichts ändern, drohen Strafen von bis zu sechs Prozent des jährlichen Konzernumsatzes. Auch tägliche Geldstrafen wären möglich.
TikTok weist die Kritik zurück und verweist auf mehr als 50 voreingestellte Datenschutz und Sicherheitsfunktionen für Jugendkonten. In Europa hat die Plattform mehr als 200 Millionen Nutzer. Parallel läuft in der EU eine Debatte über strengere Altersgrenzen für soziale Netzwerke.
