Erdölraffinerie in Kenia soll Afrikas Wirtschaft ankurbeln
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Erdölraffinerie in Kenia soll Afrikas Wirtschaft ankurbeln

Auf der kenianischen Insel Lamu entsteht eine große Erdölraffinerie. Sie soll eine Kapazität von rund 700.000 Barrel pro Tag erreichen, die Bauzeit ist auf mindestens zweieinhalb Jahre angesetzt. Hinter dem Projekt steht der nigerianische Unternehmer Aliko Dangote, der bereits die größte Raffinerie Afrikas in Nigeria betreibt.

Das Rohöl für die Anlage soll aus Uganda und weiteren afrikanischen Ländern kommen, aber auch aus dem Nahen Osten und den USA. Nach Angaben Dangotes könnten rund 60.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Baukosten werden auf umgerechnet etwa 14 Milliarden Euro geschätzt. An dem Projekt sollen mehrere ostafrikanische Staaten, darunter Kenia und Ruanda, sowie Investoren aus den USA beteiligt sein.

Kritik kommt von Anwohnern und Umweltschutzorganisationen. Sie befürchten Schäden für das Ökosystem und sehen auch die Altstadt von Lamu Town, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, bedroht. Dangote weist die Kritik zurück und verweist darauf, dass Afrika mehr Treibstoff selbst produzieren und auf dem Kontinent verarbeiten sollte.

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