Eine Politik der Angst: Razzia und Festnahmen bei LGBTQ Vereinen in der Türkei
Bei landesweiten Razzien gegen mehrere LGBTQ Vereine in der Türkei sind 162 Menschen festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft sprach von einer Aktion zum Schutz der Familie und begründete die Durchsuchungen unter anderem mit Ermittlungen wegen Vereinsgründung zum Begehen einer Straftat, Prostitution, Obszönität und Drogenbesitz.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll es Beweise dafür geben, dass durch die Aktivitäten der Vereine Minderjährige in Bezug auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität beeinflusst würden. Die Einsätze zielten demnach darauf ab, diese Aktivitäten nicht als normal erscheinen zu lassen und die Institution der Familie sowie gemeinsame moralische Werte zu schützen. Die Razzien fanden an 38 Adressen in mehreren Städten statt, darunter Istanbul, Ankara, Izmir und Antalya. Auch zahlreiche Social Media Konten der Vereine wurden gesperrt.
