Edelmetalle zwischen Inflation und Golfkrieg
Schwächere US Preisdaten haben den Druck auf die US Notenbank etwas verringert und Gold zunächst gestützt. Der Goldpreis legte nach den Daten zu, nachdem der amerikanische PCE Preisindex im August um 0,3 Prozent gestiegen war und die Kernrate bei 3,0 Prozent lag. Am Markt sank daraufhin die Erwartung für eine weitere Zinserhöhung im Oktober.
Gleichzeitig bleibt das Umfeld widersprüchlich. Hohe Renditen am US Anleihemarkt und der ungelöste Konflikt um die Straße von Hormus begrenzen den Spielraum. Der Ölpreis bleibt erhöht, was den Inflationsdruck wieder verstärken kann. Für Gold ergibt sich daraus eine Mischung aus geldpolitischer Entlastung und geopolitischer Absicherung.
Silber konnte der Goldbewegung nicht folgen und stand unter Druck. Platin zeigte sich etwas fester, während Palladium leicht nachgab. Die vier Edelmetalle reagieren damit derzeit auf unterschiedliche Faktoren, von Zins- und Währungserwartungen bis hin zu Energiepreisen und Angebotsrisiken.
