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Dürre in Frankreich: Trinkwasser im Tankwagen

In Sainte Marie aux Mines im Elsass fahren seit Anfang August zweimal pro Woche Tanklaster Trinkwasser aus der Nachbargemeinde Lièpvre in die Kleinstadt. Die 5000 Einwohner zählende Kommune bezieht ihr Wasser aus rund zwanzig Quellen, doch nach Wochen mit wenig Regen und viel Hitze reicht deren Förderleistung nicht mehr aus. Lièpvre ist an ein größeres Versorgungsnetz angebunden und hat genug Wasser.

Das Beispiel steht für ein Problem, das in Frankreich in diesem Sommer viele Regionen betrifft. Mitte August waren nach Angaben der Regierung mehr als 40000 Menschen von Unterbrechungen oder Ausfällen der Trinkwasserversorgung betroffen, rund 550000 lebten in angespannten Versorgungsgebieten. Besonders im ländlichen Raum kommen Tankwagen zum Einsatz, wenn Kommunen nicht auf andere Wasserquellen ausweichen können.

Frankreich investiert inzwischen in seine Wassernetze. Präsident Emmanuel Macron erklärte Wasser nach dem Dürresommer 2022 zur nationalen Priorität. Der Plan Eau sieht vor, den Wasserverbrauch bis 2030 um zehn Prozent zu senken und marode Leitungen zu modernisieren. Auch die EU hat 2025 eine Strategie für mehr Wasserresilienz vorgelegt.

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