Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Israel wählt im Schatten des Krieges und vieler offener Fragen
Drei Jahre nach dem Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 steht Israel vor einer Parlamentswahl, die im Zeichen des anhaltenden Krieges und vieler offener Fragen steht. In Gaza gilt seit Oktober 2025 weitgehend eine brüchige Waffenruhe, doch die Hamas ist weiter präsent, und es kommt immer wieder zu Vorfällen und Militärschlägen. Der Krieg habe die israelische Gesellschaft tief verändert und die Region neu geordnet.
Nach den Angriffen war das Land zunächst stark zusammengerückt. Zugleich hatten viele erwartet, dass Ministerpräsident Benjamin Netanjahu politisch scheitern würde. Stattdessen konnte er sein Ansehen durch den weiteren Krieg gegen die Hamas, die Schwächung der Hisbollah und den Schlagabtausch mit dem Iran teilweise wieder verbessern. Vor der Wahl bleiben jedoch zentrale Fragen offen, darunter seine persönliche Verantwortung, der Korruptionsprozess gegen ihn und die Debatte über die Wehrpflicht ultraorthodoxer Männer.
Umfragen sehen Regierung und Opposition derzeit fast gleichauf. Keines der Lager erreicht die Mehrheit von 61 Mandaten. Eine klare Entscheidung gilt als offen, möglich ist auch eine erneute Phase mit unklaren Wahlausgängen.
