Die erfolgreiche Neobank Revolut und das Problem mit dem Glücksspiel
Die Neobank Revolut gerät wegen möglicher Mängel bei der Geldwäscheprävention unter Druck, vor allem im Zusammenhang mit illegalem Glücksspiel in Deutschland. Nach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung sollen interne Mitarbeiter kurz vor Weihnachten 2025 gewarnt haben, die Kontrollen reichten nicht aus, um entsprechende Transaktionen zuverlässig zu erkennen. Demnach sei Revolut bei rund 3.000 Kunden nicht in der Lage gewesen, eine Verdachtsmeldung an die Behörden weiterzuleiten.
Revolut weist die Vorwürfe zurück und erklärt, die gesetzlichen Anforderungen in Deutschland vollständig umzusetzen. Das Unternehmen verweist auf mehrschichtige Kontrollen und automatisierte Systeme, mit denen verdächtige Transaktionen erkannt werden sollen.
Bereits im April 2025 war Revolut in Litauen wegen Mängeln bei der Geldwäschebekämpfung mit 3,5 Millionen Euro bestraft worden. Die Bank zählt nach eigenen Angaben weltweit mehr als 75 Millionen Kunden und plant einen Börsengang in den kommenden Jahren.
