Deutschlandtag der Jungen Union: Großer Knall bleibt aus
Beim Deutschlandtag der Jungen Union hat sich der Konflikt mit Kanzler Friedrich Merz vorerst nicht zugespitzt. Die JU trat selbstbewusst auf und drängte mit Nachdruck auf Reformen, vor allem bei der Rente. Johannes Winkel machte deutlich, dass die Unterstützung der Jungen Union an die Umsetzung dieser Vorhaben geknüpft ist.
Merz zeigte sich deutlich zugewandter als bei früheren Treffen und sagte zu, den Rentenkompromiss so umzusetzen, wie er vorliegt. Er soll noch vor Weihnachten im Kabinett beschlossen werden, die erste Lesung im Bundestag ist bis Jahresende vorgesehen. Auf den Delegierten hinterließ das nur verhaltenen Eindruck.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Jungen weiter Druck machen wollen. Führungspersonen der JU erwarten, dass die Rentenreform spätestens im Frühjahr 2027 steht. Neben Merz rückten auch mögliche künftige Spitzenfiguren wie Hendrik Wüst und Markus Söder in den Fokus. Winkel ging aus dem Treffen gestärkt hervor.
