Deutschland als Bremser beim Schutz vor Chinas Übermacht?
Der wachsende Handelsüberschuss Chinas belastet die europäische Wirtschaft. Die EU Kommission will deshalb härter gegen unfaire Handelspraktiken vorgehen und setzt beim EU Gipfel auf Unterstützung der Staats und Regierungschefs. Deutschland zeigt sich dabei zurückhaltend.
China verkauft immer mehr selbst produzierte und durch Subventionen verbilligte Waren in Europa, während die deutschen Exporte nach China seit 2021 deutlich zurückgegangen sind. Fachleute sprechen von massiven Wettbewerbsverzerrungen. Das Institut der deutschen Wirtschaft verweist auf unterbewertete chinesische Währung und hohe staatliche Hilfen.
In der Bundesregierung gibt es keinen gemeinsamen Kurs. Das CDU geführte Wirtschaftsministerium bremst, während SPD Politiker und Grüne mehr Schutz für den europäischen Markt fordern. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz sprach von wettbewerbsverzerrenden Handelspraktiken anderer Staaten, blieb aber unkonkret. China ist für Deutschland zugleich wichtig, weil viele Unternehmen dort aktiv sind und deutsche Firmen auf Rohstoffe, Halbleiter und andere Komponenten aus China angewiesen sind.
