Christoph Siegle von Bauwatch: Wir reagieren in weniger als einer Minute
Bauwatch setzt beim Schutz von Energieinfrastruktur und Umspannwerken vor allem auf autarke Solartürme mit Solarpaneelen an den Außenseiten. Die Module sichern die Grundversorgung, im Inneren dient eine Methanol Brennstoffzelle als Backup. Stromgebundene Türme werden nach Angaben von Christoph Siegle seltener genutzt, weil Netzbetreiber dafür keine zusätzliche Infrastruktur bereitstellen wollen.
Bei Sabotage greifen mehrere Sicherungen. Stromgebundene Türme verfügen über einen Akku Backup von bis zu 96 Stunden, bei Solartürmen löst ein sinkender Methanolstand automatisch eine Serviceanfrage aus. Eine Sabotagekamera überwacht den Turm zusätzlich und schlägt Alarm, wenn sich Unbefugte am System zu schaffen machen.
Die Auswertung läuft über eine zertifizierte, rund um die Uhr besetzte Leitstelle in Ratingen. Wenn ein Alarm eingeht, bewertet ein Operator die Lage und leitet innerhalb von weniger als einer Minute weitere Schritte ein, etwa eine Ansprache über Lautsprecher oder die Alarmierung von Sicherheitsdienst und Polizei. Insgesamt betreibt Bauwatch europaweit 13.800 Systeme, in Deutschland rund 6.500.
