Chance oder Risiko: Zusammenarbeit deutscher Unternehmen mit Big Tech
Bosch setzt bei Künstlicher Intelligenz eng auf Microsoft und nutzt die Zusammenarbeit bereits in mehreren Bereichen der Fertigung. Am Standort Stuttgart Feuerbach testet das Unternehmen KI Anwendungen, bevor sie weltweit eingesetzt werden. Ein digitaler Assistent wertet dort Daten aus, erkennt Risiken in der Produktion und gibt Empfehlungen für die Morgenrunde der Schichtführer. Bosch spricht von einer wöchentlichen Zeitersparnis von acht Stunden pro Schichtführer.
Das Unternehmen betont, dass die Datenhoheit bei Bosch bleibe und Datensicherheit sowie Datenschutz zentral seien. Microsoft liefere vor allem die IT und Software Infrastruktur, Bosch die Produktionsdaten. Zugleich entwickelt Bosch gemeinsam mit Microsoft eigene KI Lösungen, die auch anderen Unternehmen angeboten werden. Ein Beispiel ist der Shopfloor Agent, der Störungen schneller erfassen und Lösungen vorschlagen soll. Der Digitalexperte Mirko Ross warnt dagegen vor zu großer Abhängigkeit von US Techriesen und fordert stärkere Investitionen in europäische KI Lösungen.
