Buddhistische Gruppen: Manipulation im Namen Buddhas?
Ex Mitglieder einer Zen Gruppe aus Hessen erheben schwere Vorwürfe gegen ihren früheren Meister. Sie berichten von Angst, Druck, Abhängigkeit und finanziellen Forderungen. Eine Frau, die 25 Jahre in der Gruppe war, sagt, sie habe viele Tausend Euro gegeben und wichtige Lebensentscheidungen unter dem Einfluss des Meisters getroffen.
Nach ihren Angaben sammelte die Gemeinschaft regelmäßig Geld, unter anderem für Luxusurlaube, einen Mercedes und nach einem fehlgeschlagenen Casino Besuch des Meisters. In Rundmails sei das Codewort Kuchen für 1000 Euro verwendet worden. Außerdem beklagen frühere Schüler unbezahlte Arbeiten in der Privatwohnung des Meisters.
Der Meister weist die Vorwürfe zurück. Systematische Ausbeutung bestreite er, die Geldsammlungen seien freiwillige Schenkungen gewesen. Angst habe in seiner Lehre keinen Platz, sagte er. Die Deutsche Buddhistischen Union schätzt bundesweit rund 500 buddhistische Gruppen, etwa 60 davon sind im Verband organisiert.
