Brasiliens Kapitalmärkte stürzen ab
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Brasiliens Kapitalmärkte stürzen ab

Die Wiederwahl von Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat an den Finanzmärkten des Landes einen deutlichen Kurssturz ausgelöst. Brasilianische Aktien und Anleihen gerieten stark unter Druck, zugleich verlor der Real gegenüber dem Dollar deutlich an Wert. An der Börse in Sao Paulo werden zweistellige Verluste erwartet.

Die Märkte hatten nach der ersten Wahlrunde noch auf einen wirtschaftsfreundlicheren Kurs unter dem rechten Herausforderer Flávio Bolsonaro gesetzt. Mit Lulas Sieg wächst nun die Sorge vor höheren Staatsausgaben und weiter steigender Verschuldung. Unter Lula liegt die Staatsverschuldung Brasiliens bereits bei knapp 83 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Beobachter verweisen darauf, dass die Ernennung eines neuen Finanzministers in den kommenden Wochen als wichtiges Signal für die Märkte gilt. Auch die Rolle von Vizepräsident Geraldo Alckmin weckt Erwartungen an eine konservativere Wirtschaftspolitik. Die EU reagierte erleichtert auf Lulas Wiederwahl und sieht darin auch positive Signale für das Mercosur Abkommen und den Klimaschutz.

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