Brandenburg kündigt Maßnahmen an: Minister nennt Kraftwerks Saboteur einen fehlgeleiteten Einzeltäter
Nach der Festnahme eines 48 Jahre alten Tatverdächtigen hat Brandenburgs Innenminister Jan Redmann umfassende Konsequenzen angekündigt. Er bezeichnete den Mann als fehlgeleiteten Einzeltäter und verwies darauf, dass sich Sicherheitsbehörden auf unterschiedliche Gefährdungsszenarien einstellen müssten.
Der Verdächtige soll in Nordrhein Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht haben, mit selbst gebauten Raketen Drähte über Hochspannungsleitungen zu schießen und so Kurzschlüsse auszulösen. Mindestens zweimal soll ihm das gelungen sein. Die Angriffe begannen in Brandenburg nahe dem Kraftwerk Jänschwalde. Laut Redmann blieben die Auswirkungen auf den Alltag gering.
Brandenburg will nach seinen Angaben ein Sicherheitspaket auf den Weg bringen. Vorgesehen sind ein Beleihungsgesetz für private Betreiber relevanter Infrastruktur und zusätzliche Befugnisse für Sicherheitsbehörden, um auf moderne Bedrohungen reagieren zu können. Die Brandenburger Polizei war nach Angaben des Innenministeriums federführend an den Ermittlungen beteiligt.
