Bosch setzt auf Milliardenmarkt mit Robotik und KI
Bosch will sich angesichts der Krise im klassischen Automobilgeschäft stärker auf Automatisierung und humanoide Robotik ausrichten. Konzernchef Stefan Hartung kündigte an, das Segment zu einem Geschäft in Milliardenhöhe entwickeln zu wollen. Bosch sieht sich dabei vor allem als Zulieferer für das „Gehirn und Nervensystem“ solcher Systeme und setzt auf MEMS Sensoren, bei denen der Konzern bereits Weltmarktführer ist.
Für den Ausbau hat Bosch die Robert Bosch Robotics GmbH gegründet und bündelt Aktivitäten für den asiatischen Markt im Bosch Robotics Center China. Kooperationen mit Start ups wie Neura Robotics sollen die Entwicklung kognitiver Roboter voranbringen. Gleichzeitig nutzt Bosch einen großen eigenen Datenschatz aus weltweit mehr als 230 Werken für das Training Künstlicher Intelligenz.
Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund einer angespannten Lage im Kerngeschäft. 2025 verbuchte Bosch erstmals seit 2009 einen Nachsteuerverlust von 363 Millionen Euro, der Umsatz stieg nur leicht auf 91 Milliarden Euro. Für den Stellenabbau in mehreren Bereichen hat der Konzern Rückstellungen in Höhe von rund 2,7 Milliarden Euro gebildet.
