Börsengang von Dangote: Viele Nigerianer bleiben ausgeschlossen
Der nigerianische Unternehmer Aliko Dangote will über einen Börsengang rund 1,6 Milliarden US Dollar einwerben, um die nächste Expansionsphase seiner Ölraffinerie zu finanzieren. Geplant ist eine Erweiterung im Wert von 14,3 Milliarden US Dollar, durch die sich die Kapazität der Anlage von 700.000 Barrel pro Tag auf 1,4 Millionen Barrel erhöhen würde.
Zu dem Vorhaben gehören auch neue petrochemische und Raffinerieanlagen. Damit soll Nigerias Abhängigkeit von Importen bestimmter Produkte sinken. Nach Angaben aus dem Umfeld des Vorhabens könnte die Raffinerie mit der Erweiterung zu einem der größten Raffineriekomplexe an einem Standort weltweit werden.
Seit ihrer Inbetriebnahme 2024 hat die Raffinerie den nigerianischen Kraftstoffmarkt bereits spürbar verändert. Nigeria wurde zum Nettoexporteur von raffinierten Kraftstoffen, nachdem die Anlage Anfang 2026 ihre volle Kapazität erreicht hatte. Für das erste Halbjahr 2026 meldete sie einen Gewinn nach Steuern von 1,82 Milliarden Dollar. Trotzdem bleibt offen, ob sich viele Menschen in Nigeria die Aktien leisten können.
