Blaues Wunder bleibt aus: Erster AfD Landrat Deutschlands verliert sich in drei Erzählungen
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Blaues Wunder bleibt aus: Erster AfD Landrat Deutschlands verliert sich in drei Erzählungen

Robert Sesselmann sollte als erster AfD Landrat Deutschlands ein politisches Signal setzen, doch zur Mitte seiner sechsjährigen Amtszeit sehen selbst Parteikollegen kein klares Profil. In Thüringen kursieren drei Deutungen über ihn: als gescheiterten Verwalter, als Gefolgsmann Björn Höckes oder als nüchternen Juristen, der vor allem verwaltet.

Für die AfD war sein Sieg 2023 im Landkreis Sonneberg ein großer Erfolg. Erwartet wurden deutliche Akzente etwa in der Migrationspolitik. Tatsächlich konnte Sesselmann zentrale Vorhaben wie den Stopp von Windrädern nicht durchsetzen. Auch bei Schulen gab es Entscheidungen gegen frühere Wahlkampfversprechen. Das Bild eines Aufbruchs ist aus Sicht vieler Beobachter verblasst.

In der Migrationspolitik verweist Sesselmann auf fehlende Passdokumente und Besuche bei der syrischen Botschaft in Berlin. Die Zahl der Abschiebungen blieb im Landkreis Sonneberg deutlich unter der in anderen Thüringer Kreisen. Innerhalb der Thüringer AfD heißt es, man sei mit seiner Leistung nur mäßig zufrieden.

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