Bilanz nach sechs Monaten Krieg: In der Straße von Hormus ist von Entspannung keine Spur zu sehen
Knapp sechs Monate nach Beginn des Krieges im Iran bleibt die Straße von Hormus für die internationale Schifffahrt stark eingeschränkt. Die Internationale Seeschifffahrts Organisation meldet seit dem 28. Februar mindestens 20 Tote unter Seeleuten und Hafenarbeitern, 35 Verletzte und eine vermisste Person. Insgesamt wurden in der Region 68 Vorfälle registriert, 47 davon als Angriffe eingestuft.
Auch der Verkehr mit Rohstofftankern ging deutlich zurück. Vor dem Krieg liefen im Februar noch durchschnittlich 95 Schiffe pro Tag durch die Meerenge, nach der Schließung am 1. März waren es nur noch rund zehn. Nach einem Rahmenabkommen im Juni stieg die Zahl zeitweise, fiel nach der Wiederaufnahme der Kämpfe am 8. Juli aber wieder auf durchschnittlich 15 Durchfahrten pro Tag.
Nach Angaben der Organisation sind zudem rund 6000 Seeleute und 500 Schiffe im Persischen Golf gestrandet. Ein Evakuierungsvorhaben für mehr als 11.000 Betroffene wurde nach einem Angriff auf ein Schiff unterbrochen.
